Gerd Buurmann✓

@Buurmann

Ich spiele, schreibe und inszeniere, bin Bühnenmensch, Comedian und Podcaster. Politisch stehe ich Tapfer im Nirgendwo.

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  1. Gerd Buurmann✓@Buurmann
    Am Dienstag finden in den USA die Zwischenwahlen statt. Die Republikaner werden voraussichtlich einige Sitze verlieren. Momentan haben die Republikaner Mehrheiten im Repräsentantenhaus und im Senat, sodass Donald Trump mit Mehrheiten in beiden Kammern regieren kann. Am Dienstag jedoch können sowohl das Repräsentantenhaus als auch der Senat mehrheitlich zu den Demokraten wechseln. Das ist ganz normal. Die Zwischenwahlen (Midterms) finden im zweiten Jahr der vierjährigen Präsidentschaft statt. Dabei werden große Teile des US-Kongresses, nämlich das komplette Repräsentantenhaus und etwa ein Drittel des Senats, gewählt. Diese Wahlen werden traditionell als eine Art Zwischenzeugnis für den amtierenden Präsidenten verstanden. Es ist ebenfalls Tradition, dass die Partei des Präsidenten bei diesen Wahlen Verluste hinzunehmen hat. Das amerikanische Volk nutzt die Midterms, um der amtierenden Regierung zu zeigen: „Wir erwarten mehr!“ Die Midterms sind ein Korrektiv. Kritik wird gebündelt, Unzufriedenheit kanalisiert, Macht begrenzt. Genau das ist politisch gewollt. Bei den Midterms 2010 verlor Barack Obamas Partei 63 Sitze im Repräsentantenhaus und 6 Sitze im Senat. Es war eine politische Katastrophe für seine Partei. Trotzdem gilt Obama heute nicht als einer der schlechtesten Präsidenten der US-Geschichte. Midterm-Verluste sagen somit nicht viel über die historische Bewertung eines Präsidenten aus. Ein weiteres extremes Beispiel ist 1994 unter Bill Clinton, als die Demokraten 54 Sitze im Repräsentantenhaus und 8 Sitze im Senat verloren und erstmals seit Jahrzehnten beide Kammern an die Republikaner abgaben. Diese Wahl ging als die sogenannte „Republican Revolution“ in die Geschichte ein und veränderte das politische Machtgefüge in Washington nachhaltig. In den letzten zehn Midterms gab es zwei Ausnahmen, bei denen die Partei des Präsidenten im Repräsentantenhaus Sitze hinzugewinnen konnte. Im Jahr 1998 gewannen die Demokraten unter Bill Clinton 4 Sitze im Repräsentantenhaus. Viele Wähler reagierten damals ablehnend auf das Amtsenthebungsverfahren gegen Clinton und stellten sich demonstrativ hinter ihn. Außerdem hatten die Demokraten bei den Midterms 1994 bereits so viele Sitze verloren, dass weitere Verluste als besonders drastisch wahrgenommen worden wären. Im Jahr 2002 gewannen die Republikaner unter George W. Bush 8 Sitze im Repräsentantenhaus und 2 Sitze im Senat. Dieses Ergebnis ist ohne den 11. September 2001 nicht zu verstehen. In der Zeit nach den Terroranschlägen schloss sich das Land emotional hinter dem Präsidenten zusammen. Es handelte sich um einen historischen Ausnahmezustand, der sich auch unmittelbar an der Wahlurne widerspiegelte. Bei den Midterms unter Donald Trump im Jahr 2018 verlor seine Partei 42 Sitze im Repräsentantenhaus, gewann jedoch 2 Sitze im Senat. Auch das ist typisch für Midterms. Das Repräsentantenhaus reagiert deutlich sensibler auf gesellschaftliche Stimmungsschwankungen als der Senat, dessen Wahlzyklen länger und stabiler sind. Dieses Muster zeigt sich auch bei anderen Präsidenten. Ronald Reagan verlor bei den Midterms 1982 deutlich Sitze im Repräsentantenhaus und 1986 sogar die Mehrheit im Senat, obwohl er später als einer der prägendsten Präsidenten der Nachkriegszeit gilt. Ebenso verlor Joe Biden bei den Midterms 2022 die Mehrheit im Repräsentantenhaus, konnte jedoch im Senat sogar einen Sitz hinzugewinnen. Die Midterms sind somit kein Abgesang auf einen Präsidenten und kein Zeichen des Scheiterns, sondern ein fester Bestandteil des amerikanischen Systems und Ausdruck eines souveränen politischen Selbstverständnisses des amerikanischen Volkes. Verluste sind normal, Kritik ist eingeplant, Machtbegrenzung ist gewollt. Die Botschaft lautet: Macht ist geliehen, und sie wird überprüft. Es ist also wahrscheinlich, dass die Republikaner unter Trump sowohl die Mehrheit im Repräsentantenhaus als auch im Senat verlieren. Sollte dies nicht der Fall sein, wäre das ein unerwarteter Erfolg für Trump.
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  2. Gerd Buurmann✓@Buurmann
    Während die deutsche Medienlandschaft heute ausführlich über die Wahlen in Israel berichtet, analysiert, kommentiert, bewertet und einordnet, geben deutsche sogenannte Nahostexperten Stellungnahmen ab, Journalisten liefern Einschätzungen, Experten erklären die möglichen Folgen, und in den sozialen Medien positionieren sich Menschen, die alle eine Meinung dazu haben, was diese Wahl bedeutet und was die Israelis besser oder schlechter machen sollten. Israel ist ein kleines Land, Tausende Kilometer von Deutschland entfernt, und doch scheint kaum ein anderes Land so viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Jeder hat etwas zu sagen, jeder möchte die politischen Entwicklungen beurteilen, und jeder scheint zu wissen, was in Israel falsch läuft und wie es besser laufen müsste. Bei all dem möchte ich auf etwas ganz anderes hinweisen: Auf palästinensischer Seite wurde zuletzt vor rund zwanzig Jahren landesweit gewählt! Die letzte palästinensische Präsidentschaftswahl fand 2005 statt, die letzte Parlamentswahl 2006. Seitdem gab es keine weiteren landesweiten Präsidentschafts- oder Parlamentswahlen. Eine ganze Generation palästinensischer Erwachsener ist aufgewachsen, ohne die Möglichkeit gehabt zu haben, ihre nationale politische Führung durch eine Wahl neu zu bestimmen. Demgegenüber steht eine ganz andere Realität für Palästinenser mit israelischer Staatsbürgerschaft: Sie dürfen an israelischen Parlamentswahlen und Kommunalwahlen teilnehmen. Seit 2005 fanden zehn israelische Parlamentswahlen statt. Palästinensische Bürger Israels konnten also wiederholt wählen, ihre politische Vertretung bestimmen und Einfluss auf die Zusammensetzung des israelischen Parlaments nehmen. Auf der einen Seite stehen zehn israelische Parlamentswahlen seit 2005, auf der anderen Seite fand seit 2006 keine palästinensische Parlamentswahl und seit 2005 keine palästinensische Präsidentschaftswahl statt. Während palästinensische Bürger Israels ihre politische Führung auf israelischer Ebene immer wieder an der Wahlurne mitbestimmen konnten, hatten die Palästinenser im Westjordanland und im Gazastreifen keine Gelegenheit, durch eine neue landesweite Präsidentschafts- oder Parlamentswahl ihre nationale Führung abzulösen. Vielleicht könnte man einen Teil der Aufmerksamkeit, die heute wieder den Wahlen in Israel gilt, auch auf diesen Unterschied richten. Denn wenn wir über Demokratie, Wahlen und politische Verantwortung sprechen, sollten wir nicht nur fragen, wie die Israelis wählen. Wir sollten auch fragen, warum so viele Palästinenser seit zwei Jahrzehnten keine Möglichkeit hatten, ihre eigene nationale politische Führung neu zu wählen.
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  3. Gerd Buurmann✓@Buurmann
    Ein guter Freund von mir hat erkannt, wie schwierig es manchmal sein kann, auf Instagram oder Facebook mit Menschen zu diskutieren. Deshalb ist er jetzt meinem Rat gefolgt und versucht es einmal auf X. Er ist ein Mensch, mit dem ich viel streite, aber mit dem ich mich auch gegenseitig bestärke und weiterbringe. Genau das schätze ich an unserer Freundschaft: Wir müssen nicht immer einer Meinung sein, um voneinander zu lernen und uns gegenseitig herauszufordern. Er ist schwul, Jude, kennt sich hervorragend mit der katholischen Kirche aus und engagiert sich für Israel und die Meinungsfreiheit. Er bringt Perspektiven zusammen, die man nicht unbedingt jeden Tag in dieser Kombination findet. Ich würde mich freuen, wenn einige von euch ihm auf X folgen und sich mit ihm austauschen. Gute Diskussionen brauchen Menschen, die bereit sind, ihre Meinung zu vertreten, Widerspruch auszuhalten und selbst nachzudenken. Hier findet ihr sein Profil:
    QuerulantAvi @QuerulantAvi
    War ja mal wieder mit Ansage! Wir haben ja überall unsere Finger drin!!!11!!!drölf
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  4. Gerd Buurmann✓@Buurmann
    Gerd Buurmann
    RT @QuerulantAvi: War ja mal wieder mit Ansage! Wir haben ja überall unsere Finger drin!!!11!!!drölf
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  5. Gerd Buurmann✓@Buurmann
    Gerd Buurmann
    RT @QuerulantAvi: Eine Brandmauer auf deren beiden Seiten es brennt schützt am Ende nicht einmal mehr sich selbst. Vielleicht ist es an der Zeit für Löscharbeiten?
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  6. Gerd Buurmann✓@Buurmann
    Gerd Buurmann
    RT @QuerulantAvi: Egal ob für oder gegen. Sätze die man mit Eisenkot bildet klingen irgendwie scheiße. Und ja, den schreibt man eigentlich mit Z, was bei der Aussprache aber nicht auffällt.
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  7. Gerd Buurmann✓@Buurmann
    Ich hätte nicht gedacht, dass dieser Beitrag so viele Menschen dazu bringen würde, sich in der Kommentarspalte so intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ich habe versucht, möglichst sachlich zu bleiben und auch auf die unangenehmsten Kommentare ruhig zu reagieren, wenn ich mich überhaupt auf eine Antwort eingelassen habe. Ich hoffe, dass mir das gelungen ist. Gleichzeitig zeigen gerade viele Kommentare besonders deutlich das Phänomen, das ich in meinem ursprünglichen Beitrag kritisiert habe, nämlich die Unfähigkeit vieler Menschen, Palästinenser in diesem Konflikt als handelnde und verantwortliche Akteure wahrzunehmen. Wer Palästinenser ausschließlich als Opfer betrachtet, spricht ihnen letztlich auch die Fähigkeit ab, eigene Entscheidungen zu treffen, Verantwortung zu übernehmen und Einfluss auf den Verlauf dieses Konflikts zu nehmen. Über Verantwortung zu sprechen bedeutet nicht, die Lebensumstände der Menschen im Gazastreifen zu ignorieren oder allen pauschal Schuld zuzuweisen. Es bedeutet, Menschen als handelnde Personen ernst zu nehmen. Genau darüber sollten wir diskutieren können. Ich bedanke mich auch bei allen Menschen, die mit unterstützenden, wohlwollenden und verständnisvollen Kommentaren reagiert haben.
    Gerd Buurmann @Buurmann
    Wenn ich mit Menschen spreche, die besonders kritisch gegenüber Israel sind, stelle ich irgendwann diese Frage: Unabhängig davon, was du Israel alles vorwirfst und was die israelische Regierung deiner Meinung nach besser machen könnte: Was kann die andere Seite besser machen? Ich höre ständig Vorschläge und Kritik dazu, was Israel anders machen sollte. Die Siedlungspolitik, die Regierung Netanjahu, die militärischen Strategien, die Art der Verteidigung. All das kann man diskutieren und kritisieren. Aber was kann die andere Seite tun, um die Situation zu verbessern? Wenn ich diese Frage formuliere, stelle ich immer wieder fest, dass es vielen Menschen ausgesprochen schwerfällt, darauf eine Antwort zu geben, und ich fürchte, das hat einen Grund: Sie nehmen die andere Seite gar nicht wirklich als handelnden Akteur wahr. Dabei gibt es auf der anderen Seite eine ganz klare politische Strategie. Diese Strategie wird keineswegs von allen dort geteilt, aber doch von relevanten und mächtigen Akteuren offen vertreten: Israel soll verschwinden. Israel darf nicht existieren. Die Vernichtung Israels wird von manchen als Lösung betrachtet. Der Krieg findet gerade deshalb statt, weil Israel verstanden hat, dass diese Haltung nicht nur von irgendwelchen Menschen am Rand vertreten wird, sondern auch von Akteuren, die politische und militärische Macht besitzen und Verantwortung tragen. Israel nimmt diese Bedrohung ernst und verteidigt sich. Natürlich kann man darüber diskutieren, ob Israel sich auf die richtige Weise verteidigt. Aber wenn wir über Frieden sprechen wollen, müssen wir auch darüber sprechen, was die andere Seite tun kann, um Frieden möglich zu machen. Oder wollen wir tatsächlich behaupten, dass es auf der anderen Seite keine andere Strategie gibt als die Vernichtung Israels? Wenn das die einzige Strategie wäre, die ihnen zur Verfügung stünde, dann würde das in meinen Augen jede Verteidigung Israels rechtfertigen. Ich finde, dass man den Menschen auf der anderen Seite eine solche Perspektivlosigkeit nicht unterstellen sollte. Deshalb stelle ich immer wieder diese Frage: Was kann die andere Seite tun? Und zur Beantwortung dieser Frage komme man mir bitte nicht wieder reflexartig mit der Siedlungspolitik, mit Netanjahu oder mit den Fehlern der israelischen Regierung. Nehmen wir für einen Moment an, all das würde sich nicht ändern. Nehmen wir an, Israel würde seine Politik nicht ändern, seine Siedlungspolitik nicht aufgeben und Netanjahu bliebe im Amt. Was kann die andere Seite unter diesen Bedingungen tun, um die Situation zu befrieden und zu verbessern? Was kann sie konkret tun, damit weniger Menschen sterben? Darauf möchte ich eine Antwort hören. Keine Wiederholung der Kritik an Israel, sondern einen Vorschlag dazu, was die andere Seite selbst tun kann. Wenn auf diese Frage nichts kommt, wenn jemand ausschließlich erklären kann, was Israel alles falsch macht, aber nicht benennen kann, was die andere Seite besser machen könnte, dann fehlt mir die Grundlage für ein weiteres Gespräch. Denn wer über Frieden reden will, muss auch über die Verantwortung derjenigen reden können, von denen Frieden ebenfalls abhängt.
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  8. Gerd Buurmann✓@Buurmann
    Wenn ich mit Menschen spreche, die besonders kritisch gegenüber Israel sind, stelle ich irgendwann diese Frage: Unabhängig davon, was du Israel alles vorwirfst und was die israelische Regierung deiner Meinung nach besser machen könnte: Was kann die andere Seite besser machen? Ich höre ständig Vorschläge und Kritik dazu, was Israel anders machen sollte. Die Siedlungspolitik, die Regierung Netanjahu, die militärischen Strategien, die Art der Verteidigung. All das kann man diskutieren und kritisieren. Aber was kann die andere Seite tun, um die Situation zu verbessern? Wenn ich diese Frage formuliere, stelle ich immer wieder fest, dass es vielen Menschen ausgesprochen schwerfällt, darauf eine Antwort zu geben, und ich fürchte, das hat einen Grund: Sie nehmen die andere Seite gar nicht wirklich als handelnden Akteur wahr. Dabei gibt es auf der anderen Seite eine ganz klare politische Strategie. Diese Strategie wird keineswegs von allen dort geteilt, aber doch von relevanten und mächtigen Akteuren offen vertreten: Israel soll verschwinden. Israel darf nicht existieren. Die Vernichtung Israels wird von manchen als Lösung betrachtet. Der Krieg findet gerade deshalb statt, weil Israel verstanden hat, dass diese Haltung nicht nur von irgendwelchen Menschen am Rand vertreten wird, sondern auch von Akteuren, die politische und militärische Macht besitzen und Verantwortung tragen. Israel nimmt diese Bedrohung ernst und verteidigt sich. Natürlich kann man darüber diskutieren, ob Israel sich auf die richtige Weise verteidigt. Aber wenn wir über Frieden sprechen wollen, müssen wir auch darüber sprechen, was die andere Seite tun kann, um Frieden möglich zu machen. Oder wollen wir tatsächlich behaupten, dass es auf der anderen Seite keine andere Strategie gibt als die Vernichtung Israels? Wenn das die einzige Strategie wäre, die ihnen zur Verfügung stünde, dann würde das in meinen Augen jede Verteidigung Israels rechtfertigen. Ich finde, dass man den Menschen auf der anderen Seite eine solche Perspektivlosigkeit nicht unterstellen sollte. Deshalb stelle ich immer wieder diese Frage: Was kann die andere Seite tun? Und zur Beantwortung dieser Frage komme man mir bitte nicht wieder reflexartig mit der Siedlungspolitik, mit Netanjahu oder mit den Fehlern der israelischen Regierung. Nehmen wir für einen Moment an, all das würde sich nicht ändern. Nehmen wir an, Israel würde seine Politik nicht ändern, seine Siedlungspolitik nicht aufgeben und Netanjahu bliebe im Amt. Was kann die andere Seite unter diesen Bedingungen tun, um die Situation zu befrieden und zu verbessern? Was kann sie konkret tun, damit weniger Menschen sterben? Darauf möchte ich eine Antwort hören. Keine Wiederholung der Kritik an Israel, sondern einen Vorschlag dazu, was die andere Seite selbst tun kann. Wenn auf diese Frage nichts kommt, wenn jemand ausschließlich erklären kann, was Israel alles falsch macht, aber nicht benennen kann, was die andere Seite besser machen könnte, dann fehlt mir die Grundlage für ein weiteres Gespräch. Denn wer über Frieden reden will, muss auch über die Verantwortung derjenigen reden können, von denen Frieden ebenfalls abhängt.
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  9. Gerd Buurmann✓@Buurmann
    Dieser Text ist für alle Menschen, die erklären, Israel müsse verschwinden, und dabei glauben, auf der Seite der Palästinenser zu stehen, ohne sich zu fragen, welches Leid diese Strategie den Palästinensern selbst bringt: Ich sehe, dass dein Hass auf Israel unbändig ist. Für dich scheint es nur eine Lösung zu geben: Israel muss verschwinden. Hast du dir jemals die Frage gestellt, was diese Strategie den Palästinensern eigentlich gebracht hat? Seit Jahrzehnten wird von palästinensischer Seite immer wieder die Vernichtung Israels propagiert. Was ist das Ergebnis? Unfassbares Leid, zerstörte Lebensgrundlagen und der Tod unzähliger Menschen auf palästinensischer Seite. Die Realität ist eindeutig: Israel ist stark. Israel kann sich verteidigen. Israel hat die Absicht, zu bleiben. Wer glaubt, Israel durch Gewalt, Terror und Vernichtungsdrohungen von der Landkarte tilgen zu können, ignoriert diese Realität und schickt immer wieder Menschen in einen Kampf, den Israel nicht aufgeben wird. Israel nimmt die Bedrohung ernst und übernimmt Verantwortung für den Schutz seiner Bevölkerung. Israel hat Abwehrsysteme entwickelt, Schutzmaßnahmen geschaffen und militärische Fähigkeiten aufgebaut, um seine Bürger vor Angriffen zu schützen. Das bedeutet nicht, dass jeder Israeli jederzeit sicher ist. Am 7. Oktober 2023 wurde dies schmerzhaft deutlich. Israel nimmt den Hass seiner Feinde ernst. Israel übernimmt Verantwortung für seine Bevölkerung angesichts der Brutalität seiner Feinde, einer Brutalität, die dem erklärten Wunsch entspringt, das jüdische Volk einem Völkermord auszusetzen. Nun frage ich dich: Welche Verantwortung übernimmt die palästinensische Führung für den Schutz der eigenen Bevölkerung? Welche Strategie verfolgt sie, damit palästinensische Kinder in Frieden aufwachsen können? Welche Verhandlungen werden geführt, um ein Zusammenleben mit Israel zu ermöglichen? Wo sind die politischen Konzepte, die nicht auf die Vernichtung des Gegners, sondern auf die Sicherheit und Zukunft der eigenen Bevölkerung ausgerichtet sind? Und jetzt komm nicht wieder mit der Frage, warum man denn Verantwortung übernehmen soll, weil Israel doch so böse sei. Noch mal: Israel übernimmt Verantwortung für die Situation, wohl wissend, dass die andere Seite offen erklärt, dass der Staat Israel verschwinden soll. Verantwortung ist möglich. Israel hat mit mehreren arabischen Staaten Friedensabkommen geschlossen, unter anderem mit Ägypten und Jordanien, und 2020 mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain die Abraham-Abkommen vereinbart. Diese Friedensbeziehungen beweisen, dass Frieden mit Israel keine unmögliche Vorstellung ist. Warum sollte das für die Palästinenser unmöglich sein? Und bitte komm mir nicht mit dem Argument, es habe an Geld gefehlt. Die Palästinenser haben über Jahrzehnte erhebliche internationale Unterstützung erhalten, auch aus westlichen Ländern. Dieses Geld hätte dazu beitragen können, Infrastruktur aufzubauen, wirtschaftliche Perspektiven zu schaffen und das Leben der eigenen Bevölkerung sicherer und besser zu machen. Wenn du weiterhin darauf bestehst, dass Israel verschwinden muss, wenn du die Vernichtung Israels für ein legitimes politisches Ziel hältst und jede Lösung ablehnst, bei der Israel als Staat bestehen bleibt, dann musst du auch die Konsequenzen dieser Haltung zur Kenntnis nehmen. Israel wird sich verteidigen. Und solange die Vernichtung Israels das Ziel bleibt und Gewalt diesen Konflikt weiter antreibt, werden weitere Menschen auf palästinensischer Seite sterben. Weitere Familien werden Angehörige verlieren. Weitere Generationen werden mit Hass und Gewalt groß werden. Wie viele Palästinenser sollen deiner Meinung nach noch sterben, bevor du bereit bist, diese Strategie infrage zu stellen? Wie viele Menschenleben ist dir die Vorstellung wert, dass Israel nicht existieren darf? Und wann übernimmst du endlich selbst Verantwortung für die Konsequenzen der politischen Ziele, die du unterstützt?
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  10. Gerd Buurmann✓@Buurmann
    I will never understand why people feel entitled to tell other countries and cultures how they must vote, what they must believe, and what they must do in order to be considered good, decent, or democratic. To me, this is a form of cultural imperialism. The irony is that the political left has spent decades condemning imperialism, only to engage in it again and again whenever it believes it knows what is best for other people. Apparently, imperialism becomes acceptable when it comes wrapped in the language of moral superiority. And who exactly do these Hollywood celebrities think they are? They speak from a position of extraordinary privilege. They are rich, wealthy beyond what most people can imagine, financially secure, and able to live comfortably off the money they earned through lucrative contracts and successful films. Their accumulated wealth works for them. They belong to a celebrity aristocracy, a privileged elite whose members enjoy influence, security, and access to platforms that ordinary people can only dream of. And from this position, they presume to lecture the people of another country about how to vote. Worse still, if those people refuse to follow their advice, they are morally demonized, portrayed as enemies of democracy, or branded as fascists. Entire political movements and the people who support them are reduced to moral caricatures because they dare to make choices that do not conform to the preferences of wealthy celebrities thousands of miles away. This is not solidarity. It is condescension disguised as virtue. It is an attempt to colonize the minds of people in other countries — to dictate not merely what they should do, but what they are allowed to think, which political choices they are permitted to make, and which opinions they are supposed to consider morally acceptable. A genuinely liberal attitude begins with the recognition that people in Brazil are capable of making their own political decisions. They do not need a Hollywood aristocracy to grant them permission to think for themselves.
    Oli London @OliLondonTV
    🇧🇷Liberal Hollywood celebrities take part in video campaign to tell Brazilians to vote for socialist Lula Da Silva in the name of ‘democracy.’ Tilda Swinton, Javier Bardem and Mark Ruffalo have starred in a campaign supporting the far-left Brazilian President to stop ‘fascism.’
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  11. Oli London✓@OliLondonTV
    🇧🇷Liberal Hollywood celebrities take part in video campaign to tell Brazilians to vote for socialist Lula Da Silva in the name of ‘democracy.’ Tilda Swinton, Javier Bardem and Mark Ruffalo have starred in a campaign supporting the far-left Brazilian President to stop ‘fascism.’
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  12. Gerd Buurmann✓@Buurmann
    Gerd Buurmann
    RT @THR: Tom Skerritt, Star of 'Picket Fences' and 'Alien,' Dies at 93
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  13. Gerd Buurmann✓@Buurmann
    „Einen Orden dafür, dass man anständig gelebt hat? Nein, den brauche ich nicht!“ Diesen Satz sagte die Schauspielerin Inge Meysel im Jahr 1981, als sie das Bundesverdienstkreuz abgelehnt hatte.
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  14. Gerd Buurmann✓@Buurmann
    Ich finde es schon erstaunlich: Dieselben Menschen, die angesichts der Ausschreitungen in Frankreich erklären, man dürfe von den Taten Einzelner nicht auf eine ganze Bewegung schließen, sind häufig bereit, die AfD als gesichert rechtsextremistisch zu verurteilen. Ich habe mithilfe von KI die verfügbaren Gutachten und Gerichtsentscheidungen daraufhin überprüft, ob der AfD konkrete, tatsächlich begangene Straftaten als Grundlage ihrer Einstufung vorgeworfen werden. Ich habe auch einige Verfassungsschutzberichte gelesen. Keine einzige konkret ausgeführte Straftat der Gesamtpartei wird als Grundlage für die Einstufung angeführt. Der Verfassungsschutz stützt seine Bewertung auf Aussagen, deren Interpretation, politische Zielsetzungen und organisatorische Verbindungen. Er bewertet diese als Belege für eine verfassungsfeindliche Ausrichtung. Das sind Bewertungen und Schlussfolgerungen, keine nachgewiesenen, von der Gesamtpartei begangenen Straftaten. In Frankreich hingegen wurden am vergangenen Wochenende Geschäfte geplündert und öffentliche Gebäude niedergebrannt. Es kam zu brutalen Auseinandersetzungen und Gewalt gegen Menschen. Das sind konkrete Taten, die dokumentiert sind. Dennoch wird angesichts solcher Ereignisse betont, man dürfe nicht von einzelnen Tätern auf eine ganze Bewegung schließen. Ich sympathisiere nicht mit der AfD und störe mich daran, dass ich das sagen muss. Wir leben in einer Gesellschaft, in der man allzu schnell in den Verdacht gerät, mit einer Partei zu sympathisieren, nur weil man darauf besteht, dass auch ihre Anhänger und Mitglieder gleich behandelt werden, ganz so, als wäre Gerechtigkeit ein Zeichen politischer Zugehörigkeit. Ich sympathisiere ebenso wenig mit den Gewalttätern in Frankreich. Ich habe null Sympathie für Brandstiftung, Plünderungen und Gewalt gegen Menschen. Bei den Ausschreitungen in Frankreich wird relativiert, bei den Aussagen der AfD wird eskaliert. Bei der AfD werden Vergleiche gezogen, Behauptungen aufgestellt und Äußerungen als Belege angeführt. Es stimmt, bei der AfD sind manche Aussagen so geschmacklos, dass ich mit den Menschen, die sie äußern, nichts zu tun haben möchte. Aber auch diese Menschen, deren Ansichten ich abstoßend finde, haben ein Recht auf Meinungsfreiheit, und die Verteidigung dieser Freiheit bedeutet nicht, dass ich ihre Ansichten teile. Bei der AfD wird aus den Aussagen jedoch mitunter ein umfassendes Bedrohungsszenario konstruiert, und ein Einwand gegen die Schlussfolgerung wird zum Verdachtsmoment. Es wird behauptet, man sympathisiere mit ihnen. Ich habe vor der AfD genauso viel Angst wie vor manch anderen Parteien. Jede Partei kann staatliche Macht missbrauchen, um ihre Vorstellungen durchzusetzen. Gerade deshalb bestehe ich darauf, dass für alle dieselben Maßstäbe gelten. Warum werden Aussagen und vermutete Absichten so schwer gewichtet, während tatsächlich begangene Straftaten mit dem Hinweis auf einzelne Täter relativiert werden? Warum wird bei den einen nach guten Absichten gesucht, während bei den anderen aus Äußerungen weitreichende Schlussfolgerungen über eine ganze Gruppe gezogen werden? Bei den Ausschreitungen in Frankreich haben manche Leute Sympathien und Verständnis für die Mörder vom 7. Oktober 2023 bekundet. Ich habe Freunde, die an diesem Tag Menschen verloren haben. Sie haben Freunde und Verwandte, die dort verfolgt, vergewaltigt und ermordet wurden. Ich brauche keinen deutschen Verfassungsschutz und keine öffentlich-rechtlichen Medien, die mir erklären, dass die Mörder des 7. Oktober gesichert extremistisch sind. Ihre Taten beweisen es! Sie haben Menschen verfolgt, vergewaltigt, gefoltert und ermordet. Ihre Opfer sind gesichert tot. Sie wurden ermordet, vergewaltigt und geschändet. Das ist keine Interpretation von Aussagen, keine politische Zuschreibung und keine Vermutung über mögliche Absichten. Das ist geschehene Wirklichkeit und immer wieder werden diese Taten bei sogenannten Protesten relativiert und „eingeordnet“.
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  15. Gerd Buurmann✓@Buurmann
    Gerd Buurmann
    RT @Rohnerin: @derspiegel Würdet ihr als deutsches Medium auch über andere Themen so schreiben, die in 🇩🇪 verboten sind? Organhandel? Kinderehen? „Kinderbraut Amal (9) sei Dank: Politiker N. N. gründet Familie! Doch bislang wird Amal nicht schwanger. Hält das junge Glück das aus?“ Merkt ihr was?
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  16. Gerd Buurmann✓@Buurmann
    Alles wird irgendwann ein Ende finden. Nichts ist für immer. Jeder Politiker, den ich unterstütze, wird irgendwann nicht mehr gewählt werden. Jedes politische System wird irgendwann verschwinden. Alles wird eines Tages zusammenbrechen. Es gibt keinen Staat, keine Organisation, nichts, was ewig existiert. Alles ist vergänglich. Die Frage ist: Wie gehe ich damit um, wenn es soweit ist? Wenn etwas verschwindet, woran ich geglaubt habe, werde ich dann darum trauern oder werde ich mich dafür schämen, jemals Teil davon gewesen zu sein? Darum geht es! Es gibt viele Menschen, die nicht um das trauern können, was sie verloren haben. Sie können sich nicht eingestehen, dass etwas, das ihnen einmal wichtig war, gescheitert ist und in manchen Aspekten sogar falsch, vielleicht sogar böse war. Sie können nicht trauern, denn dann müssten sie sich eingestehen, dass sie daran geglaubt, es verteidigt und unterstützt haben. Also versuchen sie, das Scheitern zu leugnen, die Vergangenheit umzudeuten oder sich von ihrer eigenen Verantwortung freizusprechen. Es gibt zudem noch eine zweite Frage: Mit welchen Fehlern kann ich leben? Nicht nur ist alles vergänglich, sondern auch jeder Mensch ist fehlerhaft. Jede Gruppe, jede Organisation und jedes politische System macht Fehler. Niemand lebt in einer perfekten Welt. Niemand gehört einer vollkommenen Gemeinschaft an. Die Frage ist deshalb nicht, ob ich in einem perfekten Umfeld lebe. Das tue ich nie. Die Frage ist vielmehr: Mit welchen Fehlern kann ich eher leben? Möchte ich lieber in einem Land leben, in dem überwiegend Christen Fehler machen, oder in einem Land, in dem überwiegend Muslime Fehler machen? Möchte ich lieber in einem Land leben, in dem überwiegend Sozialisten Fehler machen, oder in einem Land, in dem überwiegend andere Aktivisten Fehler machen? Es geht nicht darum, einer dieser Gruppen Fehlerfreiheit zu unterstellen. Es geht darum, sich ehrlich zu fragen, in welchem Umfeld, in welcher Gesellschaft und in welcher Organisation ich mit den unvermeidlichen Fehlern am ehesten leben kann. Welche Irrtümer kann ich ertragen? Welche Fehlentwicklungen kann ich korrigieren helfen? Welche Fehler sind für mich so schwerwiegend, dass ich sie nicht hinnehmen möchte? Es sind diese zwei Fragen, die ich mir immer wieder stelle: Worum werde ich trauern, wenn es vorbei ist? Und mit welchen Fehlern kann ich leben?
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  17. Gerd Buurmann✓@Buurmann
    Es passierte immer mal wieder, dass gerade im Umfeld sexualisierter Gewalt und des Anstiegs von Vergewaltigungen irgendwelche Schlaumeier kommen, die sagen: Ja, aber auf dem Oktoberfest sei es ja auch gefährlich. Deswegen frage ich mich: Hat eigentlich schon irgendjemand angesichts der Ausschreitungen am Wochenende gesagt, im Grunde genommen sei das ja so wie Karneval? Es würde mich nicht wundern.
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  18. Gerd Buurmann✓@Buurmann
    In glaube, in Mailand wurde das Fach Textiles Gestalten gekürzt. Kann das sein? Könnte die Tagesschau da bitte mal recherchieren? Das sind doch bestimmt auch Schülerproteste in Italien, oder?
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  19. Gerd Buurmann✓@Buurmann
    Was in Frankreich passiert, wird mir von einigen Nachrichten als Schülerprotest verkauft: Schüler, die für mehr Bildung demonstrieren, weil die Bildungssituation in Frankreich so schlecht sei. In Limoges wurde das historische Rathaus, ein Gebäude aus dem Jahr 1883, durch Brandstiftung schwer verwüstet. Da muss die classe de troisième aber ziemlich sauer gewesen sein. Ich möchte nicht wissen, was erst passiert, wenn nächste Woche dort Mathe ausfällt. In Lyon wurde die Touristeninformation am Place Bellecour angezündet. Das Feuer brannte über längere Zeit, während sich rundherum gewalttätige Auseinandersetzungen entwickelten. Da hat der französische baccalauréat-Jahrgang 2026 aber gestrichen die Nase voll. In Marseille wurden Geschäfte geplündert, Stadtmobiliar angezündet und die Innenstadt von gewalttätigen Gruppen heimgesucht. Vermummte drangen gewaltsam in das Rathaus ein, nachdem sie die Eingangstür aufgebrochen hatten. Im Gebäude kam es zu erheblichen Sachbeschädigungen; unter anderem wurde eine Marianne-Statue umgestürzt. Vermutlich ist dort das örtliche lycée de jeunes filles chronisch unterfinanziert. Vielleicht sollte man dort schleunigst den Lehrplan für Staatsbürgerkunde überarbeiten. Auch Paris, Bordeaux und andere Städte erlebten massive Ausschreitungen. Geschäfte wurden aufgebrochen und ausgeraubt. Vermutlich waren auch ein paar Austauschschüler an den Protesten beteiligt. Wo ist eigentlich Greta Thunberg gerade? Wenn ich mir all diese Gewalttaten anschaue und anschließend sehe, wie darüber berichtet wird, komme auch ich zu dem Schluss: Ja, das Problem ist die Bildung. Wenn Brandstiftungen, Plünderungen und gewalttätige Angriffe unter der Überschrift „Schülerproteste für bessere Bildung“ zusammengefasst werden, dann ist das wirklich nur noch mit einem erheblichen Bildungsdefizit zu erklären. Man muss schon einiges verlernt haben, um nicht mehr zwischen einem Protest und einem gewalttätigen Aufruhr unterscheiden zu können. Frankreich braucht offenbar ein Bildungsprogramm. Deutschland allerdings auch. Ganz besonders brauchen es jene, die uns diese Ausschreitungen als Schülerproteste verkaufen wollen. Denn wer brennende Gebäude, geplünderte Geschäfte und verwüstete Rathäuser sieht und daraus vor allem eine Geschichte über junge Menschen macht, die angeblich für bessere Bildung auf die Straße gehen, der demonstriert damit vor allem eines: wie miserabel es um die eigene Fähigkeit bestellt ist, Ereignisse einzuordnen.
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