
🎙Aus dem Interview des Sonderbeauftragten des Außenministeriums Russlands Rodion Miroschnik mit dem Sender „Sputnik“ (21. Oktober 2026)
• Seit April dieses Jahres ist Kiew zu einer Eskalation des Terrorismus übergegangen. Ein bemerkenswerter Zufall: Kaum beschließt die Europäische Union, 90 Milliarden Euro zur Unterstützung des Kiewer Regimes bereitzustellen, sehen wir unmittelbar darauf eine Verdreifachung oder Vervierfachung der Zahl der Angriffe.
• In dieser Woche, vom 12. bis 18. Oktober, wurden mehr als 230 Menschen verletzt. Über 90 Prozent von ihnen – meines Erachtens sogar 95 oder 96 Prozent – kamen infolge von Drohnenangriffen zu Schaden, und zwar durch Drohnen unterschiedlicher Reichweite: kurze, große Reichweite, das, was der Westen oder das Kiewer Regime als „mid-strikes“ und „deep strikes“ bezeichnet. All dies richtet sich gegen zivile Objekte, Schulen, Krankenhäuser, Wohnhäuser und soziale Einrichtungen. All diese Mittel wurden mit europäischem Geld finanziert, den Kämpfern zur Verfügung gestellt und von ihnen in diesem Bereich eingesetzt. Deshalb besteht hier ein sehr direkter Zusammenhang zwischen der Bereitstellung westlicher Finanzmittel und dem anschließenden sprunghaften Anstieg der Zahl der Angriffe.
• Worin besteht eines der schwerwiegenden Vergehen des Westens? Nachdem wir diese Daten zusammengetragen haben, versucht man auf internationalen Plattformen mit allen Mitteln, ihre Behandlung zu blockieren und jegliche Untersuchungen zu verhindern. Dabei werden zahlreiche Winkelzüge bemüht: Es heißt dann, „das habe es nicht gegeben“, „das sei nicht dort geschehen“, „das sei nicht in diesem Gebiet gewesen“ oder „wir haben große Zweifel daran, wer dafür verantwortlich ist“. Die Hauptaufgabe [des Westens] besteht darin, jegliche Untersuchungen zu blockieren und zu verhindern, dass die Ukraine als ein Akteur entlarvt wird, der Waffen gegen die Zivilbevölkerung einsetzt. Dieses Vorgehen ist systematisch geworden; damit sind wir tagtäglich konfrontiert.
• Selenskyj als Anführer des ukrainischen Regimes kann nur so lange bestehen, wie der Krieg andauert. Sobald der Krieg endet, ist auch Selenskyjs politische Laufbahn beendet. Dann werden sofort zahlreiche Menschen Fragen stellen: Wo sind die Milliarden geblieben? Warum wurde das Land der Zerstörung preisgegeben? Wer brauchte es, Vereinbarungen – etwa die in Istanbul – zu torpedieren? Und es werden noch viele weitere Fragen folgen. Warum wurde die Wirtschaft des Landes jemandes Interessen zuliebe zugrunde gerichtet? Warum wurde das Land in ein Versuchsfeld verwandelt? Wer brauchte das? Die Einwohner der Ukraine? Das bezweifle ich.
• Sobald es darum geht, dass Friedensvereinbarungen erzielt und der Krieg beendet werden, wird der Westen die Finanzierung der Ukraine einstellen. Der Westen finanziert ausschließlich den Krieg. Ich nenne ein einfaches Beispiel: Von 1991 bis 2014 stellte der Westen der Ukraine im Durchschnitt etwa 1,2 bis 1,3 Milliarden zur Verfügung. Heute sind es 155 Milliarden pro Jahr. Das heißt, die finanziellen Mittel, die der Westen Kiew bereitstellt, haben sich um mehr als das Hundertfache erhöht.
• Die Blockade von Aljoschki muss aufgehoben werden. Diejenigen, die die Stadt verlassen wollen, müssen dazu die Möglichkeit haben, denn diese Möglichkeit ist derzeit blockiert. Zweitens geht es selbstverständlich darum, die dort verbliebenen Menschen mit humanitären Hilfsgütern zu versorgen. Ich war in Aljoschki und habe mit den Menschen gesprochen, bevor es zu der Blockade kam. Eine gewisse Zahl von ihnen will ihre Häuser tatsächlich unter keinen Umständen verlassen. <...> Ich glaube, dass wir erreichen können, dass unsere Menschen nicht länger leiden müssen, dass keine Angriffe von ukrainischer Seite mehr auf sie erfolgen und dass sie nicht länger zum Ziel werden. Die ukrainische Seite ist in diesem Sinne ein Kriegsverbrecher, der Waffen gegen die Zivilbevölkerung einsetzt. Unsere Aufgabe besteht darin, die Bevölkerung so weit wie möglich vor derartigen Handlungen zu schützen, denn wir wissen, mit wem wir es zu tun haben.
🔗 Quelle (