AfD-DATEN-GAU: 421.000 MAILS WEG – UND JETZT TRIFFT ES AUCH UNBETEILIGTE!
Ausweisdokumente, Kontoauszüge, Mitgliederdaten und vertrauliche Korrespondenz: Der AfD-Hack entwickelt sich zunehmend zu einem Datenschutzskandal.
Und die Folgen reichen längst über die Partei hinaus.
Ein aktuelles Beispiel ist der Berliner Messtechnikhersteller Optris.
Im Netz kursiert der bislang nicht unabhängig bestätigte Vorwurf, das Unternehmen habe 9.950 Euro an die AfD gespendet.
Jetzt zeigen Google-Rezensionen ein bemerkenswertes Bild: 1,7 Sterne bei 102 Bewertungen. Zahlreiche neue Ein-Stern-Rezensionen beziehen sich ausdrücklich auf den Spendenvorwurf.
Ob die behauptete Zahlung tatsächlich aus den geleakten Unterlagen hervorgeht, ist noch ungeklärt. Die öffentliche Rufschädigung durch die Bewertungswelle ist dagegen bereits erkennbar.
Und damit sind wir beim eigentlichen Skandal.
Die AfD wusste nach eigenen Angaben schon im September vom Hackerangriff. Doch laut Berliner Datenschutzbehörde wurde der Vorfall erst am 20. Oktober um 18:59 Uhr gemeldet.
Besonders pikant: Bereits um 16:51 Uhr hatte die Partei öffentlich behauptet, die Datenschutzbeauftragte sei damals umgehend informiert worden.
Die DSGVO sieht bei meldepflichtigen Datenpannen grundsätzlich 72 Stunden vor. Nicht mehrere Wochen.
@Alice_Weidel, @Tino_Chrupalla, @AfD:
Wo bleibt Ihre Entschuldigung gegenüber den Menschen, deren vertrauliche Daten möglicherweise im Netz gelandet sind?
Wer hat die betroffenen Dritten informiert? Welche Schutzmaßnahmen wurden ergriffen? Und wer haftet, wenn durch Datenschutzverstöße nachweisbare Schäden entstehen?
Artikel 82 DSGVO sieht unter bestimmten Voraussetzungen Schadensersatz vor – auch für immaterielle Schäden natürlicher Personen.
Die AfD beklagt einen Angriff auf die Demokratie. Das ist ihr gutes Recht.
Aber wer Opfer einer Straftat wird, verliert dadurch nicht seine Verantwortung gegenüber anderen.
Und vielleicht wäre es angemessen, zunächst über die Betroffenen zu sprechen, bevor man sich ausschließlich mit der eigenen Opferrolle beschäftigt.
#AfDLeak #Datenschutz #DSGVO #AfD #Optris
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